Unser aktuelles Kinoprogramm

 

Liebe Kinobesucher,

wir freuen uns, dass wir unser Kino  mit Auflagen wieder offen ist.
Vorerst müsst ihr leider auf ein paar Annehmlichkeiten verzichten.
Auch für uns ist dies eine neue Situation, auf die wir uns erst einstellen müssen.

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Dezember 2020

Filmstart: Niemals Selten Manchmal Immer

USA 2020 / Buch und Regie: Eliza Hittman / Darst.: Sidney Flanigan, Talia Ryder, Théodore…

Mi, 2. Dezember, 18.30 Uhr
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Kino-Programm November

Kino-Programm Oktober


Schutz und Hygienekonzept
für Besucher des Kreml-Programmkino

Aufenthalt
Der Aufenthalt im Kino ist nur alleine, mit einer weiteren Person oder gemeinsam mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet.
Bei Begegnungen mit anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Maskenpflicht
Im gesamten Gebäude und somit auch beim Ein- und Auslass in den Kinosaal und bei Toilettenbesuchen (nur die Außentoiletten sind geöffnet) während der Vorstellungen besteht Maskenpflicht. Auf den Sitzplätzen im Kino gilt keine Maskenpflicht, es muss aber sichergestellt werden, dass der Mindestabstand eingehalten wird.

Sitzplatzreservierung und Abstandsregelungen im Saal
Aktuell sind bei günstiger Gruppenkonstellation maximal 24 Besucher pro Vorstellung möglich, durchschnittlich dürften ca 18-20 Besucher unter Einhaltung des Mindestabstands Platz finden.
Reservierungen können telefonisch unter 06430-929724 (Kreml-Büro) oder per Mail unter
info@kreml-kulturhaus.de vorgenommen werden.
Eine Online-Reservierung ist in Planung.
Zur Optimierung des Sitzplatzangebots bitte zuerst die Sitzplätze an den Außenseiten einnehmen (siehe hierzu auch die Hinweisskizze ‚Kino-Mikado‘). Erfolgt eine Sitzplatzzuweisung durch unsere Mitarbeiter im Kreml-Programmkino, ist diesen Folge zu leisten. Im Saal müssen in einer Sitzreihe um eine ‚Besuchereinheit/Besuchergruppe‘ 3 Sitzplätze freigehalten werden, um den notwendigen
Mindestabstand zu wahren.
Der Auslass erfolgt in der Regel über den Notausgang in das Kreml-Café und von dort auf
direktem Weg in den Außenbereich.
Bitte den Hinweisschildern ‚Ausgang‘ folgen. In Ausnahmesituationen bitte den Anweisungen der Kreml-Mitarbeiter Folge leisten. Bitte haltet generell den Mindestabstand von 1,5 Metern zur anderen Person ein.

Nachverfolgung
Zur Ermöglichung der Nachverfolgung von Infektionen unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen muss eine Gästeliste erstellt werden. Diese beinhaltet die Angabe von: Name, Anschrift und Telefonnummer jedes Kinobesuchers. Das Formular erhaltet ihr HIER als Download und kann
gerne bereits ausgefüllt mitgebracht werden. Das Formular liegt aber auch vor Ort bereit und kann im Kreml-Café oder vor dem Kino ausgefüllt werden. Ohne diese Angaben können wir keinen Zutritt zur Vorstellung gewähren.

Hygiene
Für Hygiene sorgen wir durch ausreichend Flüssigseife und Papierhandtücher in den Toilettenräumen. Handdesinfektionsspender befinden sich im kompletten Haus. Im Kinosaal findet während der Vorstellung ein regelmäßiger Luftaustausch statt (automatische Zu- und Abluft). Bei mehr als einer Vorstellung am Tag wird der Kinosaal zwischen den Filmen zusätzlich durch unsere Mitarbeiter bei geöffneten Fenstern und Türen gut durchlüftet – hierfür haben wir ergänzend weitere 15 Minuten zwischen den Filmen eingeplant.

Eine bargeldlose Zahlungsmöglichkeit ist in Planung.

Wir wünschen gute Unterhaltung.
Euer Kreml-Team

Demnächst im Kreml

Kommende FilmHighlights

Kino News

von Thomas Lawetzky

November

Zuerst die schlechte Nachricht: Um die Zukunft des Kinos sieht’s düster aus. Jetzt die gute: Das betrifft nicht die kleinen Kinos, die Programmkinos.

Die Kassandrarufe, die das Ende der Kinokultur deklamieren, sind fast so alt wie das Kino selbst. Sie sind seit 90 Jahren immer mal wieder zu hören. Meist gingen sie einher mit Innovationen des Mediums Film selbst oder mit der Erfindung neuer Medien. Mal war es die Erfindung des Tons beim Film, dann die Farbe, später das Fernsehen, dann VHS und DVD, zuletzt das Streaming. Jedes Mal hieß es, zumindest aus kulturpessimistischer Betrachtung: Das ist das Ende des Kinos. War es aber nicht. Bisher.

Seit einem dreiviertel Jahr aber stellt ein fieser kleiner Virus vieles in Frage. Auch das Überleben vieler Kinos und sogar die Existenz des Kinos schlechthin. Von dem fiesen kleinen Virus haben wir vieles gelernt. Er hat zum Beispiel unseren Wortschatz erweitert: Der Lockdown führte die Eltern ins Homeoffice, der Nachwuchs übte sich im Homeschooling, fernmündliche Gespräche wurden per Facetime geführt und beim Einkauf galt striktes Social Distancing. Die Studenten versuchten per E-Learning die Dezidenz der Take Rate niedrig zu halten. Der vulnerablen Gruppe der Senioren, oft multimorbid vorbelastet, wurde Cocooning nahegelegt. Im Laufe der Zeit jedoch konnte dann professionelles Containment mit Hilfe von Handytracking mittels der Pepp-PT-App  die Reproduktionszahl RNull senken und somit die Kurve auch Dank Contact Tracing unter den Peak bringen. Und spätestens im Sommer haben wir dann gelernt, uns von potentiellen Superspreader Events wegen ihres gefährlichen Dispersionsfaktors k fernzuhalten.

Wer auch viel von dem fiesen kleinen Virus gelernt hat, das sind die großen Filmstudios vor allem aber nicht nur in Amerika. Sie haben gelernt ihn zu benutzen. Seit Jahren ist es den Disneys, Warners, Paramounts und wie sie alle heißen, nämlich ein Dorn im Auge, dass sie die Einnahmen aus dem Vertrieb ihrer Produkte, den Filmen, mit Zwischenhändlern, den Kinos, teilen müssen. Grob gesagt: 50 : 50. An diesem Einvernehmen haben die großen Studios in den letzten Jahren immer mal wieder gekratzt, versucht es zu ihren finanziellen Gunsten zu verschieben. Die Kinos drohten daraufhin mit Boykotten einzelner Blockbuster. Ein weiterer Versuch die eigenen Profite zu vergrößern ging dahin, das Veröffentlichungsfenster der Kinoerstauswertung zu minimieren. Filme also nicht wie bisher nach sechs Monaten, sondern schon nach einem Monat in die Streamingauswertung zu geben.

Seit dem Aufkommen des Streamens und dessen enormen Erfolg wird in Hollywoods Chefetagen mehr oder weniger offen (eher weniger) über die Möglichkeit spekuliert, die Filme über eigene Streamingportale sogar zur Erstaufführung zu bringen. So richtig getraut hat man sich aber bisher nicht. Zu groß die Unwägbarkeiten und somit das finanzielle Risiko. Im Kern geht es um die Frage: Werden die Endverbraucher bereit sein, für die Erstveröffentlichung eines neuen Films per Streaming ca. 30 $ oder € zu zahlen.

Dann kam die Coronakrise mit der weltweiten Schließung von Kinos und somit einer wöchentlich anwachsenden Halde, einem Rückstau von unveröffentlichten Filmen. Der ideale Zeitpunkt, um zumindest mit einem Teil davon (incl. Großproduktionen) zu experimentieren bzw. sie im eigenen Streamingportal oder bei Amazon zu vermarkten. Genau dies geschieht im Moment und ist zumindest zum Teil dafür verantwortlich, dass das Kinoangebot derzeit so mager ausfällt. Zumindest für die großen Kinoketten. Sollte das Experiment gelingen, die Kunden also bereit sein, die hohen Streamingkosten für eine Erstveröffentlichung zu zahlen, sieht es für die Multiplexe ziemlich düster aus.

Aber die gute Nachricht, auch für uns im Kreml, ist, wie gesagt, dass kleinere Einzelkinos davon vorerst kaum betroffen sein werden, da das Marktgeschehen für europäische Filme und amerikanische Independent Produktionen erst mal weiterläuft wie gehabt.

KREML Programmkino – Thomas Lawetzky

Oktober

Wenn im Zusammenhang mit einer Großproduktion aus Hollywood, einem sogenannten Blockbuster, die Adjektive raffiniert, klug, intellektuell oder visionär fallen, kann man davon ausgehen, dass von einem Christopher Nolan Film die Rede ist.
Seit 20 Jahren dreht der fünfzigjährige Brite extrem aufwändige Filme, die nicht nur prächtig unterhalten, sondern stets auch die Aufmerksamkeit und Konzentration des Publikums fordern. Nolans Filme sind in mehrfacher Hinsicht vielschichtig, und der volle Genuss entfaltet sich erst beim Mitdenken.
Zum Beispiel „Dunkirk“. Oberflächlich betrachtet ein bewegender und spannender Kriegsfilm. Tatsächlich aber auch ein für Nolan typisches Spiel mit der Zeit. Erzählt werden drei Geschichten, die eine Stunde, einen Tag und eine Woche dauern. Und wie die ineinander verschachtelt sind, das ist Erzählkunst auf allerhöchstem Niveau.
Oder „Inception“. Nicht nur ein Film übers Träumen, sondern über einander überlagernde, ineinander verschränkte Träume. Oder über die Frage, was passiert, wenn bei einem Traum im Traum im Traum der mittlere zusammenbricht. Fällt der dritte mit. Und was ist mit dem Ersten, dem Einstiegstraum?
Dem raffinierten Spiel mit der Zeit gilt Christopher Nolans Interesse seit seinem ersten Erfolg „Memento“. Hier sucht ein Mann den Mörder seiner Frau. Ein Krimi also? Ja, aber auch viel mehr. Die Geschichte wird nämlich rückwärts erzählt. Natürlich nicht auf einem kontinuierlichen Zeitstrang, sondern in fünf bis zehnminütigen Erzähleinheiten, einem Erzähllabyrinth.
Und das ist das erstaunliche bei diesen und anderen Nolanfilmen: Sie funktionieren auch, wenn man sich beim Anschauen mit ihrer Oberfläche, dem rein Visuellen begnügt. Wobei einem da natürlich mindestens die Hälfte des Vergnügens, die intellektuelle Durchdringung des Plots, entgeht.
Dass dem so ist, liegt daran, dass Christopher Nolan Filme dreht, die dem jeweiligen Genre verpflichtet sind, die die Spielregeln achten, sie jedoch um einige Umdrehungen weiterdenken. So funktioniert das Meisterwerk „The Dark Knight“ durchaus als Batmanfilm. Was Nolan dann aber mit dem Superheldenfilm macht, ist die ganz große Filmoper. Er benutzt den Batman Kosmos um die vielschichtigen Machenschaften in einem urbanen Moloch virtuos zu entfalten. Ein hochpolitischer Film und ein grandioser Actionspaß gleichermaßen.
Als besessener Cinéast ist Nolan natürlich Traditionalist und als solcher, ähnlich wie der befreundete Quentin Tarantino, handwerklichen Filmwerten verpflichtet. Dazu zählt, dass nur auf klassischem 35mm Material gedreht wird, Computertricks weitgehend verboten sind und der Musik ein hoher Stellenwert eingeräumt wird.
Nolan schreibt nicht nur die Drehbücher zu seinen Filmen selbst, zum Teil zusammen mit seinem Bruder, er produziert die sündhaft teuren Werke auch.
Was Nolanfilmen gelegentlich vorgeworfen wird ist, dass sie emotional eher unterkomplex seien. Kann man machen, ist aber in etwa so sinnvoll, als würde man einem Liebesfilm ankreiden, er habe zu wenig Schießereien und Verfolgungsjagden.
Auch in seinem neuen Film „Tenet“ dreht der Regisseur wieder mächtig am Zeitschräubchen. Und zwar zwei Richtungen, also in die Zukunft und aus der Zukunft kommend. Im Gewand eines wahrlich explosiven Agententhrillers ist „Tenet“ im Kern ein Experimentalfilm. Und gerade als solcher bietet er Bilder, wie man sie so noch nie im Kino gesehen hat. Auf der einen Seite also ein rauschhafter Actionfilm, auf der anderen ein intellektuelles Puzzle, das die Gehirnwindungen ganz schön verdrehen kann. In jedem Fall ein Meisterwerk, das alles hat, was man von einem tollen Kinoabend so erwartet

Kreml Programmkino – Thomas Lawetzky

Kino im Kreml-Kulturhaus

Prämiertes Programmkino
Das KREML Kulturhaus konnte folgende Preise erzielen:
Bundeskinopreis 2019
Kinopreis des Landes Rheinland-Pfalz 2019

Die Idee

Keimzelle des KREML Kulturhauses ist die Idee von Programmkino mit täglich wechselnden aktuellen wie klassischen Filmen sowie einem qualitativen Kinderfilmangebot. Diese Konzeptidee wurde in einem ersten Schritt durch sogenannte „Film Specials“ ergänzt. Im Rahmen dieser Film Specials sind im Programmkino des KREML Kulturhauses in der Regel aussergewöhnliche Filmstreifen, Dokumentarfilme, Kurzfilmrollen wie auch Filme mit einem regionalen Bezug zur hiesigen Region zu sehen.
In der Folge wurden diverse Abspielreihen (u.a. Filmkunst, Déjà vu) sowie das Musikfilmfestival mit in das Programm einbezogen, die einmal wöchentlich bzw. monatlich oder als Jahres-Higlight zu sehen sind.

Das Programm

Seit Januar 2001 gibt es täglich zusätzlich Kurzfilme im Vorprogramm, den noch immer fristet der Kurzfilm im deutschen Kino ein Nischen-Dasein.
In den Sommermonaten bietet das Kulturhaus zusätzlich die Reihe „Filme im Garten”. An sechs aufeinanderfolgenden Wochenenden kann an jeweils einem Wochenendtag Kino-OpenAir-Atmosphäre auf dem Aussengelände des KREML Kulturhauses genossen werden.

Das Filmprogramm wird von einem ehrenamtlich tätigen Arbeitskreis ausgewählt und geplant. Hier finden sich Filmemacher, Kunstliebhaber und Kinofans monatlich zusammen, um aus Publikumswünschen und aktuellem Filmangebot ein vielschichtiges und anspruchsvolles Programm zusammenzustellen.

Zahlen und Fakten

Durchschnittlich gibt es im KREML Kulturhaus im Jahr ca. 160 Filme zu sehen, 120 Programmkinofilme und 40 Kinderfilme. Das KREML Programmkino fasst zur Zeit 82 Zuschauer je Vorstellung; die Gesamtzuschauerzahl lag in den letzten Jahren bei durchschnittlich 8000 Besuchern pro Jahr.

Im Bereich Kino ist das KREML Kulturhaus Mitglied im Film- u. Kinobüro Hessen e. V. sowie in der Bundesarbeitsgemeinschaft Kino. Das KREML Kulturhaus konnte in den letzten Jahren mehrmals den Bundesfilmpreis Kino, den Bundesfilmpreis für sein herausragendes Kinder- und Jugendfilmprogramm sowie den Filmtheaterprogrammpreis Rheinland-Pfalz in Empfang nehmen.

Prämiertes Programmkino

Das KREMlL Kulturhaus konnte folgende Preise erzielen:

  • Bundeskinopreis 2019
  • Kinopreis des Landes Rheinland-Pfalz 2019

Unterstützung für Blinde und Gehörlose

Die kostenlosen Apps ``Greta`` und ``Starks`` für Smartphone und Tablet bieten Blinden und Gehörlosen Audiodeskriptionen und Untertitel.