Openair-ProgrammKino im Kreml

·  Bitte am Sitzplatz wie im Kassenbereich coronabedingt Mindestabstand von 1,50 m
zu benachbarten Besuchern/ Besuchergruppen einhalten.
· Besucherregistrierung notwendig (über Reservierung, QR-Code oder handschriftliche Erfassung).
· Maske kann am Sitzplatz abgenommen werden.
· Bei Gewitter/Starkregen aus Sicherheitsgründen keine Vorstellung!

Reservierungen können telefonisch unter 06430-929724 (Kreml-Büro) oder per Mail unter
info@kreml-kulturhaus.de vorgenommen werden.
Eine Online-Reservierung ist in Planung.

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Anstehende Veranstaltungen › Kino

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Juli 2021

OpenAir-Programmkino: Mein Liebhaber, der Esel und ich (24.7-4.8)

Mein Liebhaber, der Esel und ich Frankreich 2020 / Regie: Caroline Vignal / Darst.: Laure…

Sa, 24. Juli, 20.30 Uhr - Mi, 4. August, 22.45 Uhr

OpenAir-Programmkino: Ich bin dein Mensch (29.7-11.8)

Ich bin dein Mensch Deutschland 2021 / Buch und Regie: Maria Schrader / Darst: Maren…

Do, 29. Juli, 20.30 Uhr - Mi, 11. August, 22.45 Uhr

August 2021

OpenAir-Programmkino: Nomadland (5.8-18.8)

Nomadland USA 2020 / Buch und Regie: Chloé Zhao / Darst: Frances McDormand, David Strathairn,…

Do, 5. August, 20.30 Uhr - Mi, 18. August, 22.45 Uhr

FilmSpecial: Buschka entdeckt Deutschland – Zeig’ mir deinen Osten! Zu Gast der Regisseur

FilmSpecial: Buschka entdeckt Deutschland - Zeig' mir deinen Osten! Zu Gast der Regisseur Jörg Buschka…

Do, 12. August, 20.30 Uhr - 23.00 Uhr

SommerOpenAir-Filmreihe ‘Nordlichter II’: Midsommar

SommerOpenAir-Filmreihe 'Nordlichter II': Midsommar USA 2019 / Buch und Regie: Ari Aster / Darst.: Florence…

Fr, 13. August, 20.30 Uhr - 23.45 Uhr

OpenAir-Programmkino: Judas and the black Messiah (14.8-25.8)

Judas and the black Messiah USA 2021 / Regie: Shaka King / Darst.: LaKeith Stanfield,…

Sa, 14. August, 20.30 Uhr - Mi, 25. August, 22.45 Uhr

OpenAir-Programmkino: Fabian oder Der Gang vor die Hunde (19.8-1.9)

Fabian oder Der Gang vor die Hunde Deutschland 2021 / Buch und Regie: Dominik Graf…

Do, 19. August, 20.30 Uhr - Mi, 1. September, 22.45 Uhr

SommerOpenAir-Filmreihe ‘Nordlichter II’: Gegen den Strom

SommerOpenAir-Filmreihe 'Nordlichter II': Gegen den Strom Island-Frankreich 2018/ Buch und Regie: Benedikt Erlingsson/ Darst.: Halldóra…

Fr, 20. August, 20.30 Uhr - 22.30 Uhr

OpenAir-Programmkino: Der Rausch (26.8-8.9)

SommerOpenAir-Filmreihe 'Nordlichter II': Der Rausch Dänemark 2020 / Buch und Regie: Thomas Vinterberg / Darst.:…

Do, 26. August, 20.30 Uhr - Mi, 8. September, 22.45 Uhr

September 2021

FilmSpecial: Leben im Queerformat. Mit Einführung, Dokufilm ‘Ich bin Anastasia’, Filmgespräch

FilmSpecial 'Leben im Queerformat'. Mit Einführung, Dokufilm 'Ich bin Anastasia', Filmgespräch   Die jahrhundertelange Geschichte…

Fr, 3. September, 19.30 Uhr - 22.30 Uhr
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Openair-Kino-Programm im August

Openair-Kino-Programm im Juli

Kino Newsletter August

Mit nur zwei Filmen hat es die 39jährige Chinesin Chloé Zhao nicht nur geschafft, zum Cinéasten Geheimtipp zu werden. Sie ist darüber hinaus seit drei Jahren Kritiker- und Festivalliebling weltweit. Und das mit zwei Filmen, die gleich in mehrfacher Hinsicht das komplette Gegenteil vom gängigen Mainstream Kino darstellen.
Sowohl „The Rider“ vor drei Jahren wie auch aktuell „Nomadland“ sind Filme, die sich durch große Ruhe auszeichnen. Sie lassen sich viel Zeit und schauen genau hin. Auf die Menschen von denen sie erzählen und auf die Landschaften in denen sie sich bewegen.
Beide Filme muten nicht nur dokumentarisch an, sie sind es in gewisser Weise auch. Die Menschen, von denen die Filme handeln, gibt es tatsächlich. Sie spielen sich selbst. Chloé Zhao erzählt von ihrem Alltag, von ihren Problemen.
Die Schauspielerin Frances McDormand ist folglich in „Nomadland“ nur eine von etlichen Protagonisten und fügt sich im Übrigen wunderbar in die Laiendarstellerschar ein.
Dass es sowohl „The Rider“ wie auch „Nomadland“ so anrührend gelingt, das Leben einfacher Menschen einzufangen, liegt daran, dass die Regisseurin genau weiß wovon sie erzählt. Sie hat bevor überhaupt das erste Mal die Kamera aufgebaut wurde, Monate mit ihnen verbracht, sie kennen gelernt, Vertrauen aufgebaut und gewonnen.
Bei „The Rider“ war es der Lebensraum, die Welt der Rodeoreiter. Bei „Nomadland“ sind es Arbeitsnomaden, die ständig unterwegs sind und immer gerade da Station machen, wo sie für ein paar Tage oder Wochen Arbeit finden. Beides uramerikanische Milieus in die sich die Chinesin begeben hat. Vielleicht bedingt ja gerade ihr Blick von außen auf die Außenseiter der Gesellschaft das hohe Maß an Empathie, das sie ihnen entgegenbringt.
In „Nomadland“ mögen die fahrenden Arbeiter und Arbeiterinnen zwar am Rande der Gesellschaft leben, als Ausgestoßene fühlen sie sich deshalb noch lange nicht. Sie haben ihren Status angenommen, beklagen sich nicht, leben und lieben ihre Unabhängigkeit. Und wenn der Preis dafür der eine oder andere finanzielle Engpass und manche Unbequemlichkeit ist, dann nehmen sie das in Kauf.
Für die meisten Hollywoodproduktionen wäre das der Stoff für eine glorreiche Heldengeschichte mit Ritt bzw. Fahrt in den Sonnenuntergang. Die Chinesin Chloé Zhao macht das natürlich nicht. Sie verklärt (und verrät) ihre Protagonisten nicht, indem sie sie am Ende zurückführt in den Schoß der Gesellschaft.
Natürlich erfordert ein in vielfacher Weise ungewöhnlicher Film auch eine besondere Art der Produktion. Vor allem erfordert er Spontanität. Ein festes Drehbuch gab es nicht. Was tagsüber gefilmt wurde, entschied sich morgens in Absprache mit den Protagonisten. Funktioniert nur mit ganz kleinem Team und Verzicht auf künstliche Lichtquellen. Und mit einem gehörigen Maß am Risikobereitschaft aller Beiteiligter. Die sich bekanntlich gelohnt hat. „Nomadland“ hat dieses Jahr die vier wichtigsten Oscars bekommen: Bester Film, bestes Drehbuch, beste Hauptdarstellerin, beste Kamera. Ein Triumpf.
Ihr Arbeitsmotto hatte Chloé Zhao übrigens bei der Golden Globe Verleihung für „Nomadland“ zu Beginn des Jahres kundgetan: „Filme geben uns die Möglichkeit, miteinander zu lachen, zu weinen, voneinander zu lernen und Mitgefühl zu empfinden“.
Schöner kann man den Zauber und die Magie des Kinos nicht auf den Punkt bringen.

Thomas Lawetzky

Kino Newsletter September

Als Anthony Hopkins vor 30 Jahren mit einem Schlag weltberühmt wurde, war er bereits 50 Jahre alt und seit 20 Jahren im Filmgeschäft. Ein später Karriereschub. Sehr ungewöhnlich in einer Branche, die auf vor allem Jugend setzt. Und bei der in die Jahre gekommene Schauspieler und vor allem Schauspielerinnen schnell aussortiert werden.
Hopkins hatte 1990 das Glück für die Rolle des Antagonisten in dem Thriller „Das Schweigen der Lämmer“ gecastet zu werden. Was der Brite dann allerdings aus der Rolle des Hannibal Lector  (der im Film gerade mal 16 Minuten zu sehen ist) machte, hat Filmgeschichte geschrieben. Mit Hannibal Lector erschien ein völlig neuer Typ von Filmschurke auf der Leinwand. Das personifizierte Böse war im Kino bis dahin finster, gewalttätig, geistig limitiert, von niederen Instinkten getrieben. Lector ist das Gegenteil: Ein hochintelligenter, charmanter Psychiater mit perfekten Umgangsformen. Ein Gentleman wie er in Buche steht. Wem wenn nicht ihm sollte man vertrauen?
Seinen Gegnern ist er haushoch überlegen, er spielt mit ihnen nach Belieben. Und wenn mal jemand allzu lästig wird und aus dem Weg geräumt werden muss, geschieht dies dezent und geschmackssicher. Lector filetiert seine Feinde und verspeist sie nach Rezepten der gehobenen europäischen Küche. Bei Kerzenlicht, feinstem Silber und edlem Porzellan. Anthony Hopkins hatte eine Ikone des Kinos geschaffen. Die Inkarnation des Bösen als faszinierende und attraktive Figur.
Alle Filmpreise der Welt inclusive Oscar waren ihm sicher.
Nur einmal, knapp 20 Jahre später, schaffte es Christoph Waltz mit dem SS-Mann Hans Landa in „Inglourious Basterds“ einen vergleichbar vielschichtigen und dämonischen Antagonisten darzustellen.
Anthony Hopkins Karriere verlief nach seinem Welterfolg allerdings erstaunlich unspektakulär, fast ein bisschen fade. Er spielte in viel zu vielen Blockbustern mit, und in den wenigen anspruchsvollen Filmen begnügte er sich oft damit, das Rollenmuster von Hannibal Lector in die eine oder andere Richtung zu variieren. Aus dem Ausnahmeschauspieler war ein Routinier in Hollywood geworden.

Bis ihm die Rolle des demenzkranken Greises in der kleinen britischen Theaterverfilmung „The Father“ angeboten wurde. Mit Mitte 80 packt Hopkins hier noch einmal den kompletten Werkzeugkasten seiner Schauspielkunst aus und ergänzt ihn mit einer gehörigen Portion Genialität. Vor allem seiner darstellerischen Tour De Force ist es zu verdanken, dass der Film, der auf der erzählerischen Ebene geradezu experimentell ist, zusammengehalten wird und auf verblüffende Art funktioniert. Dafür gab’s erneut den Oscar, womit Anthony Hopkins der älteste Preisträger überhaupt ist.
Aber wie beim „Schweigen der Lämmer“ hat Hopkins natürlich auch hier ein bisschen Glück gehabt. Das Drehbuch zu „The Father“ ist nämlich selten klug. So ist der Film auf der einen Seite ein tragisches Drama über eine schlimme Krankheit. Durch seine raffinierte Erzählweise aber auch ein enorm spannender und, ja, in Teilen sogar witziger Psychothriller.

 

Thomas Lawetzky

Demnächst im Kreml

Kommende FilmHighlights

Kino im Kreml-Kulturhaus

Prämiertes Programmkino
Das KREML Kulturhaus konnte folgende Preise erzielen:
Bundeskinopreis 2020
Kinopreis des Landes Rheinland-Pfalz 2020

Die Idee

Keimzelle des KREML Kulturhauses ist die Idee von Programmkino mit täglich wechselnden aktuellen wie klassischen Filmen sowie einem qualitativen Kinderfilmangebot. Diese Konzeptidee wurde in einem ersten Schritt durch sogenannte „Film Specials“ ergänzt. Im Rahmen dieser Film Specials sind im Programmkino des KREML Kulturhauses in der Regel aussergewöhnliche Filmstreifen, Dokumentarfilme, Kurzfilmrollen wie auch Filme mit einem regionalen Bezug zur hiesigen Region zu sehen.
In der Folge wurden diverse Abspielreihen (u.a. Filmkunst, Déjà vu) sowie das Musikfilmfestival mit in das Programm einbezogen, die einmal wöchentlich bzw. monatlich oder als Jahres-Higlight zu sehen sind.

Das Programm

Seit Januar 2001 gibt es täglich zusätzlich Kurzfilme im Vorprogramm, den noch immer fristet der Kurzfilm im deutschen Kino ein Nischen-Dasein.
In den Sommermonaten bietet das Kulturhaus zusätzlich die Reihe „Filme im Garten”. An sechs aufeinanderfolgenden Wochenenden kann an jeweils einem Wochenendtag Kino-OpenAir-Atmosphäre auf dem Aussengelände des KREML Kulturhauses genossen werden.

Das Filmprogramm wird von einem ehrenamtlich tätigen Arbeitskreis ausgewählt und geplant. Hier finden sich Filmemacher, Kunstliebhaber und Kinofans monatlich zusammen, um aus Publikumswünschen und aktuellem Filmangebot ein vielschichtiges und anspruchsvolles Programm zusammenzustellen.

Zahlen und Fakten

Durchschnittlich gibt es im KREML Kulturhaus im Jahr ca. 160 Filme zu sehen, 120 Programmkinofilme und 40 Kinderfilme. Das KREML Programmkino fasst zur Zeit 82 Zuschauer je Vorstellung; die Gesamtzuschauerzahl lag in den letzten Jahren bei durchschnittlich 8000 Besuchern pro Jahr.

Im Bereich Kino ist das KREML Kulturhaus Mitglied im Film- u. Kinobüro Hessen e. V. sowie in der Bundesarbeitsgemeinschaft Kino. Das KREML Kulturhaus konnte in den letzten Jahren mehrmals den Bundesfilmpreis Kino, den Bundesfilmpreis für sein herausragendes Kinder- und Jugendfilmprogramm sowie den Filmtheaterprogrammpreis Rheinland-Pfalz in Empfang nehmen.

Prämiertes Programmkino

Das KREMlL Kulturhaus konnte folgende Preise erzielen:

  • Bundeskinopreis 2019
  • Kinopreis des Landes Rheinland-Pfalz 2019

Unterstützung für Blinde und Gehörlose

Die kostenlosen Apps ``Greta`` und ``Starks`` für Smartphone und Tablet bieten Blinden und Gehörlosen Audiodeskriptionen und Untertitel.